Gebäudetechnik inszeniert Kasematten
Komplett neue Beleuchtungsanlage für Dillenburger Verteidigungsanlage
Jahrzehntelang tauchten Neonröhren und Glühlampen die Räume, Bollwerke, Gewölbe, Gänge und Kasematten in gelblichen Schein, alles war einheitlich beleuchtet. Damit ist jetzt Schluss.
Nachdem Sven Wohnrade und das Team um den bauleitenden Techniker Helmut Jung drei Monate in den Kasematten in Dillenburg, einer der größten unterirdischen Verteidigungsanlagen in Europa tätig waren, haben sie die Verkabelung und Verteilungsanlage für die Beleuchtung im Museum komplett erneuert. Seit Ende Juli 2011 werden die jahrhundertealten, geschichtsträchtigen Anlagen im besten Wortsinn inszeniert – von 270 neuen LED-Lampen. Die Auffrischung reichte von der Beleuchtungsanlage über Notbeleuchtungsanlagen bis zu Niederspannungsschaltanlagen. Dabei arbeitete das Lück-Team „unter Tage“ und ließ in allen Ecken, Gängen und Räumen neue LEDs erstrahlen. Die Lichter bringen nicht nur die schmalen Gänge zum Leuchten, sondern auch in den langen Gängen sorgen sie für beeindruckende Effekte. Und einen positiven Nebeneffekt hat die komplett neue Atmosphäre auch, denn bereits in den ersten Wochen war ein erheblich gesunkener Stromverbrauch zu verzeichnen. Auch hier heißt es wieder einmal: „Alles bestens. Lück gehabt.“
Die Dillenburger Kasematten gehörten mit zu den größten Verteidigungsanlagen West-Europas aus der frühen Neuzeit (15./16.Jahrhundert). Mit Bollwerken, Kasematten und Wehrgängen wurde ein Verteidigungssystem geschaffen, das die „Dillenburg“ uneinnehmbar machte. Die Kasematten sind ein lohnendes Ausflugsziel, bei dem man sich vor Ort von den Arbeiten der GT überzeugen kann. Die Verteidigungsanlage ist immer Dienstag - Sonntag von 9:00 - 13:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr geöffnet. Weitere Infos finden Sie unter:www.museumsvereindillenburg.de/kasematten.html

